Beruf: alternder Fußballgott  

Bastian Schweinsteiger ist ein Fußballgott. Diesen Titel hat er sich spätestens seit dem Final-Triumph von Rio verdient. Unvergesslich bleibt jedem WM-Zuschauer die eingesteckten Fouls, das Blut, das ihm nach einem fiesen Ellenbogencheck unter dem Auge hervortrat. Trotzdem spielte er bis zum Ende der Partie weiter. In dieser Nacht von Rio, mit 29 Jahren, war er auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Nun, zwei Jahre später sieht das Leben von Basti, wie ihn alle liebevoll nennen, deutlich düsterer, grauer um genau zu sein aus. Der einstmals blonde Schweinsteiger ergraute innerhalb kürzester Zeit. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie Jose Mourinho, sein neuer Coach bei  Manchester United mit ihm umgeht. Während der Flitterwochen mit der serbischen Tennisspielerin Ana Ivanovic erfuhr Schweini, dass er zukünftig nur noch in der zweiten Mannschaft spielt. Auch seinen Kabinen-Spind im Old Trafford-Stadion musste er räumen.

Bei seinem Abschiedsspiel aus der Nationalmannschaft vor ein paar Monaten in Gladbach ging er mit dieser Degradierung sehr cool um. „Ich habe noch zwei Jahre Vertrag in ManU und hoffe, dass ich noch einmal im Old Trafford auflaufen werde“. Diese Hoffnung war kurzfristig wieder aufgeflammt, nachdem Manchester United die letzten vier Pflichtspiele verlor und Medien und Mitspieler über eine Rückkehr spekulierten. Letzte Woche dann jedoch wieder der Rückschlag für Bastian Schweinsteiger.  In der von Manchester United vorgelegten Jahresbilanz wird unter dem Punkt Exceptional items folgendes aufgeführt: „… and £6.7 million related to a registrations’ impairment charge regarding a reduction in the carrying value of a player no longer considered to be a member of the first team playing squad.“ Bastian Schweinsteiger ist für ManU nur noch eine finanziell aufwendige Abschreibung in Millionenhöhe. Mit noch zwei Jahren Vertragslaufzeit kann er sich seine Zeit, egal ob in der ersten, zweiten Mannschaft oder überhaupt spielend, von einem Wochengehalt von 288.000 Euro versüßen. Davon könnte er sich jede Woche ein Reihenhaus in Köln-Kalk kaufen.

Finanzielle Sorgen muss man sich um Bastian Schweinsteiger nicht machen. Sollte er es aber schaffen sein geschätztes Vermögen von 75 Millionen Euro kurzfristig auf den Kopf zu hauen, hat er noch seine ehemalige Nummer 1 der Tenniswelt in der Rückhand. Sie hat fünfzehn Millionen Dollar Preisgeld erspielt. Das reicht noch für 46,785 Reihenhäuser in Köln-Kalk.

  • Veröffentlicht in: Sport

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